Employer Branding: Junge Startups und die besten Nachwuchskräfte
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Employer Branding: Junge Startups und die besten Nachwuchskräfte

Eine starke Arbeitgebermarke (Employer Brand) ist heutzutage immer wichtiger. Dabei geht es darum, die Attraktivitätsfaktoren als Arbeitgeber nach außen und innen zu kommunizieren. Bestehendes Personal soll natürlich im Unternehmen gehalten werden (internes Employer Branding). Zusätzlich wird aber auch die Neugewinnung (externes Employer Branding) von qualifiziertem Nachwuchs immer herausfordernder. Start-Ups setzen dafür immer mehr auf Social Media und der Erfolg gibt ihnen Recht.

 

Social Media – Warum die Mühe machen?

Der demographische Wandel hinterlässt deutlich seine Spuren auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Immer weniger erwerbsfähige Menschen stehen diesem noch zur Verfügung. Auch deshalb spricht man aktuell bereits von einem Bewerbermarkt.

 

Das Statistische Bundesamt prognostiziert: „Aufgrund des demografischen Wandels wird der deutsche Arbeitsmarkt spätestens nach 2025 mit einem massiven Arbeitskräftemangel konfrontiert […].“ (Statistisches Bundesamt, 2010).

 

Längst können sich die Unternehmen nicht mehr ihre Mitarbeiter aus einer Flut von Bewerbern aussuchen. Wenn es dann auch noch um hoch qualifiziertes Personal geht, wird die Luft schnell dünn. Die Konkurrenz ist groß bei immer weniger potenziellen Nachwuchskräften. Hinzu kommt, dass sich die Lebens- und Arbeitsweise junger Arbeitnehmer immer weiter wandelt. Die Generationen Y und Z (nach 1995 geborene Personen) konsumiert und kommuniziert auf völlig anderen Wegen und Kanälen. Kein Wunder, weisen sie doch eine zeitgemäß extrem hohe Technikaffinität auf. Auch der Lebensstil ändert sich. Das führt dazu, dass diese Generationen längst mehr von einem attraktiven Arbeitgeber als nur ein hohes Lohnniveau erwarten. In einer Employer Branding Studie von Stepstone gaben bereits 2011 65% der Befragten an, dass ihnen regelmäßige Coachings und Weiterbildungsmöglichkeiten wichtig sind. Genauso viele hoben die Wichtigkeit eines professionellen Bewerbungsprozesses hervor und 83% befanden eine gute Arbeitsumgebung und –ausstattung als sehr relevant (Stepstone Report 2011).

 

Wie der Deckel zum passenden Topf: Start-Ups und Social Media

Junge Start-Ups gehen anders als die klassischen KMU’s oder alteingesessene Großunternehmen bereits mit der Zeit. Sie akquirieren aktiv Top-Bewerber aus der jungen Zielgruppe über Social Media – Kanäle. Personalmarketing wird hier oft über berufliche Netzwerke wie Xing oder Linked In betrieben. Gerade letzteres wird immer begehrter, auch aufgrund der Internationalität und der Globalisierung der Märkte. Stellenanzeigen und Co. werden längst nicht mehr nur auf den obligatorischen lokalen Kanälen großer Stellenbörsen und der eigenen Firmenwebsite ausgeschrieben. Neben klassischem Personalmarketing schaffen sie es, sich im immer mehr an Bedeutung gewinnenden Social Media –Bereich zu positionieren. Social Media gehört bereits fast bei jedem unter 30 Jährigen zum Alltag. In einer Studie zum Thema Soziale Netzwerke des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM 2013) nutzen 89% der Personen unter 30 Jahren täglich Social Media – Dienste. Die aktuelle Generation an Nachwuchskräften ist auf ganz anderen Kommunikationswegen unterwegs als noch vor 10 Jahren. Wer die Zeichen der Zeit nicht schnell erkennt, sollte sich nicht über Bewerbermangel und Mitarbeiterunzufriedenheit bei seinem jungen Personal wundern.

 

International, dynamisch und persönlich. Dies sind nur einige Eigenschaften, die sowohl für junge Start-Ups, als auch auf Social Media zutrifft. Es ist die authentische Verbindung an moderner Wertekultur der hippen Gründerszene und der Nutzung dazu passender Kommunikationskanäle, der die besten Nachwuchskräfte anzieht. Wollen etablierte Unternehmen da mithalten, dann müssen sie sich dieser neuen Zielgruppe mehr annähern. Die Wahrnehmung für klassische Unternehmen durch herkömmliche Medien schwindet kontinuierlich. Die Entwicklung geht vom Datenkonsument zum Datenproduzent eines potenziellen Bewerbers. Wo beide noch aufeinander treffen ist da nicht schwer zu erraten. Bei Facebook, Twitter, Instagramm, Snapchat oder auch Youtube geht es um das TEILEN von Informationen. Das ist wichtig, denn hier begegnet man sich auf Augenhöhe. Das gilt auch für Unternehmen und ihre potenziellen Bewerber sowie bereits bestehende Mitarbeiter. Wer hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte nicht allein den medienaffinen Start-Ups überlassen will, der sollte gezielt Social Media in seiner Employer-Branding-Strategie verankern:

 

Imagefilme oder Videoblogs auf Videoportalen, regelmäßige Nutzung und das Teilen relevanter Informationen auf Twitter, Facebook und Co. sind effektive Ergänzungen zur Firmenhomepage. Und selbst diese kann man durch Blogaktivitäten in einem spezifischen Arbeitgeberblog für die junge Generation auffrischen.

 

Fazit

Junge Start-Ups betreiben derzeit ein extrem erfolgreiches Employer-Branding via Social Media. Dies nicht zuletzt durch ihre Nähe und Authentizität zur Zielgruppe und der neuen Medienkultur. Wer auf dem angespannten Markt gute Nachwuchskräfte finden und auch halten möchte, sollte sich fragen, ob das eigene Unternehmen eine gute Social Media-Strategie verfolgt. Mit diesen dynamischen Formaten kann, neben dem Recruiting, auch die eigene Imagearbeit gezielt und erfolgreich umgesetzt werden. Aktuell schein daran kein Weg vorbei zu führen, wenn man sich und seine Arbeitgebermarke nachhaltig etablieren will.